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Flüssigphase von Schweinegülle um bis zu 90 % reduzieren mit dem elektrischen MVR-Verdampfer von MKR Cleanwater

Writer: Michael Köhnlechner
Michael Köhnlechner
Jun 9
3 min read

Updated: 6 days ago

Schweinegülle fällt in großen Mengen an und stellt Betriebe vor wachsende Herausforderungen: steigende Lager- und Transportkosten, hohe Stickstoffeinträge und begrenzte Ausbringungsflächen. MKR Cleanwater bietet dafür eine Lösung, die das Volumen der dünnen Flüssigphase (bis 2,2 % TS) um bis zu 90 % reduziert und daraus einen verwertbaren Dünger gewinnt, mit der elektrischen MVR-Serie, die rein mit Strom arbeitet und keine Abwärme benötigt.


Elektrischer MVR15-Verdampfer von MKR Cleanwater zur Reduzierung von Schweinegülle

Die Herausforderung: Schweinegülle verwerten


Gülle ist ein Nebenprodukt der Tierhaltung und enthält wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff. Ihre Lagerung und Ausbringung bringt aber Probleme mit sich:

  • Lager- und Transportkosten: Große Volumina müssen gelagert und über weite Strecken gefahren werden.

  • Stickstoffüberschuss: Begrenzte Ausbringungsflächen und strengere Düngeverordnungen erhöhen den Druck.

  • Geruch und Emissionen: Lagerung und Ausbringung belasten die Umgebung.

Die Reduzierung des Güllevolumens ist daher der entscheidende Hebel.


Die MVR-Serie: elektrisch, ohne Wärmebedarf


Die MVR-Serie von MKR arbeitet nach dem Prinzip der mechanischen Brüdenverdichtung: Der entstehende Wasserdampf (Brüden) wird verdichtet und seine Energie wieder zum Verdampfen genutzt. Dadurch braucht die Anlage keine externe Wärmequelle, sondern nur Strom, ideal für Standorte ohne nutzbare Abwärme. Der Energiebedarf liegt bei nur rund 44 Wattstunden pro Liter (22,5 Liter Destillat je kWh).


Die Prozesskette in drei Schritten


  1. Separation: Die Schweinegülle wird mechanisch getrennt. Die Festphase geht direkt in die Biogasanlage und liefert dort wertvolles organisches Material.

  2. MVR-Verdampfung: Die Flüssigphase wird im MVR-Verdampfer eingedampft, das Volumen sinkt um bis zu 90 % (bei bis zu 2,2 % TS). Das nährstoffreiche Konzentrat kann ebenfalls der Biogasanlage zugeführt werden.

  3. Stickstoffbindung: Der flüchtige Stickstoff geht nicht verloren, sondern wird gezielt in einer Ammoniumsulfatlösung (ASL) gebunden, einem hochwertigen, direkt verwertbaren Flüssigdünger.


Die Vorteile auf einen Blick


  • Bis zu 90 % weniger Volumen bei dünnflüssigen Fraktionen: weniger Lagerraum, weniger Transportfahrten, geringere Kosten.

  • Niedrigster Energieverbrauch: rund 44 Wh/l (22,5 l Destillat je kWh), kein Wärmebedarf; Betriebskosten ab 8 € je m³ Zulauf.

  • Nutzbares Destillat: ammoniumarm und als Prozess- oder Kreislaufwasser nutzbar; eine Einleitung erfordert je nach örtlichen Grenzwerten eine zusätzliche Aufbereitung.

  • Wertvoller Dünger: der Stickstoff wird als ASL in Mineraldüngerqualität gebunden und kann dort, wo ein Land RENURE zulässt, als RENURE-Dünger eingesetzt werden.

  • Kontinuierlicher, automatischer Betrieb: geringer Platzbedarf, einfache Installation, Zero-Liquid-Verfahren möglich.


Technische Daten (Beispiel MVR15)


  • Ansaugvolumenstrom: 1.500 l/h

  • Destillatleistung: 22,5 l/kWh elektrisch

  • Destillatstrom max.: 1.350 l/h

  • Wärmebedarf: 0 kW

  • Abmessung (L×B×H): 4,50 × 2,80 × 3,10 m; Leergewicht: ca. 8 t


Aus der Praxis


Für landwirtschaftliche Betriebe lässt sich die Prozesskette „Separation → MVR-Verdampfung → ASL-Bindung" direkt in den bestehenden Betrieb integrieren. Das Ergebnis: drastisch reduziertes Volumen in der Biogasanlage, geringere Stickstoffbelastung und spürbar niedrigere Lager- und Transportkosten. MKR hat die MVR-Schweinegülle-Verdampfung 2024 als eigene Produktlinie gestartet.


Warum MKR Cleanwater


Verdampfer baut MKR seit 1997, zunächst für die Industrie. Die erste Pilotanlage für Gärrest und Gülle lief 2009, Praxisanlagen liefern wir seit 2013. Wir begleiten Sie vom Rahmenkonzept über die Probeverdampfung Ihres Materials im eigenen Labor und die Inbetriebnahme bis zur Wartung. Alle medienberührten Teile bestehen aus Edelstahl, die Anlagen kommen vormontiert, gefertigt wird in Monheim (Schwaben).


Häufige Fragen (FAQ)


Wie stark lässt sich Schweinegülle reduzieren? Mit der MVR-Serie um bis zu 90 % bei dünnflüssigen Fraktionen bis 2,2 % TS, also nach der Separation. Der genaue Wert hängt vom Material ab, deshalb bieten wir eine Probeverdampfung im eigenen Labor an.

Braucht der MVR-Verdampfer Abwärme oder Wärme? Nein. Die MVR-Serie arbeitet rein elektrisch nach dem Prinzip der Brüdenverdichtung und benötigt keine externe Wärmequelle, ideal für Standorte ohne nutzbare Abwärme.

Wie viel Strom verbraucht die MVR-Serie? Rund 44 Wattstunden pro Liter, das entspricht 22,5 Litern Destillat je Kilowattstunde. Die Betriebskosten liegen ab 8 € je m³ Zulauf.

Was passiert mit dem Stickstoff? Der flüchtige Stickstoff geht nicht verloren, sondern wird in einer Ammoniumsulfatlösung (ASL) in Mineraldüngerqualität gebunden. In Ländern, die RENURE zulassen, kann sie als RENURE-Dünger eingesetzt werden.

Wofür lässt sich das Destillat nutzen? Das Destillat ist ammoniumarm und lässt sich als Prozess- oder Kreislaufwasser nutzen. Ob es eingeleitet werden darf, hängt von den örtlichen Grenzwerten ab; meist ist dafür eine zusätzliche Aufbereitungsstufe nötig.


Fazit


Schweinegülle ist kein Abfall, sondern ein Wertstoff am falschen Ort. Mit der elektrischen MVR-Serie von MKR Cleanwater lässt sich das Volumen ihrer dünnen Flüssigphase um bis zu 90 % senken, ohne Wärmebedarf, mit wiederverwendbarem Destillat und einem mineralischen Stickstoffdünger als Ergebnis. Ein wirtschaftlicher und umweltgerechter Weg, die Herausforderungen der Güllebewirtschaftung zu meistern.

Sie wollen wissen, was die MVR-Serie mit Ihrer Gülle leistet? Schicken Sie uns Menge, TS-Gehalt der Flüssigphase und Ammonium. Wir erstellen Ihnen ein Rahmenkonzept mit Budgetangebot, danach verdampfen wir eine Probe in unserem Labor. [Rahmenkonzept anfragen]

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